Themencheckliste · Deutsch-Abitur NRW

Was musst du für das schriftliche Deutsch-Abitur 2027 in Nordrhein-Westfalen wirklich können? Diese Checkliste geht beide Pflichtlektüren, alle vier Inhaltsfelder und die Aufgabenarten Punkt für Punkt durch.

27. April 2027
LK 315, GK 255 Minuten
Vier Inhaltsfelder

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1. Heinrich von Kleist: Der zerbrochne Krug

Erste Pflichtlektüre, verbindlich für beide Kursarten, in der gekürzten und in der Variant-Fassung des zwölften Auftritts.

  • Analytisches Drama: Die Tat liegt vor dem Beginn, das Stück deckt sie Schritt für Schritt auf. Den Aufbau der Enthüllung nachvollziehen.
  • Figurenkonstellation: Adam, Walter, Licht, Eve, ihre Mutter Marthe Rull und Ruprecht, mit Rollen, Interessen und Abhängigkeiten.
  • Beide Fassungen kennen: Was die längere Variant des zwölften Auftritts zusätzlich zeigt, vor allem zu Eve und Walter, und wie sich die Deutung dadurch verschiebt.
  • Komik und Kritik: Wie die Komik entsteht und wie sie die Kritik am Richteramt und an der Autorität trägt.
  • Zitierfähig lernen: Zu Wahrheit, Recht und Selbstbetrug jeweils zwei bis drei Stellen sicher parat haben.

2. Jenny Erpenbeck: Heimsuchung

Zweite Pflichtlektüre, ebenfalls für Grundkurs und Leistungskurs.

  • Aufbau: Der Gärtner als wiederkehrende Klammer, dazwischen die Kapitel zu den wechselnden Bewohnern des Grundstücks am See.
  • Geschichte im Haus: Weimarer Republik, Nationalsozialismus, DDR und Nachwendezeit, jeweils aus privater Perspektive erzählt.
  • Themen: Besitz, Vertreibung, Heimat, Erinnerung und Vergänglichkeit.
  • Sprache und Rhythmus: Wiederholungsstrukturen, lange Satzbögen und Aufzählungen als Mittel der Zeitdarstellung.
  • Nur Leistungskurs: Poetologische Konzepte, also wie der Text sein eigenes Erzählen reflektiert, gehören hier ausdrücklich dazu.

3. Inhaltsfeld Sprache

Sprache ist in NRW ein eigenes Inhaltsfeld, nicht nur Beiwerk zur Textanalyse.

  • Sprache, Denken und Wirklichkeit: Das Verhältnis von sprachlichem Zeichen, Vorstellung und Gegenstand erklären können.
  • Sprachvarietäten: Dialekte und Soziolekte und ihre gesellschaftliche Bedeutung, mit Beispielen und Bewertungsfragen.
  • Sprachwandel: Veränderungstendenzen der Gegenwartssprache, Anglizismen, Kürzungen, digitale Kommunikation, und die Debatte darüber.
  • Nur Leistungskurs, Sprachskepsis: Die Zweifel an der Leistungsfähigkeit von Sprache, klassisch am Chandos-Brief und verwandten Texten.
  • Nur Leistungskurs, Spracherwerb: Theorien zum Erstspracherwerb und zur Mehrsprachigkeit, mit den wichtigsten Positionen.

4. Inhaltsfelder Texte und Kommunikation

Hier liegt die klassische Textarbeit, dazu die Kommunikationsmodelle.

  • Dramen aus verschiedenen Epochen: Strukturell unterschiedliche Dramen vergleichen können, nicht nur den Zerbrochnen Krug.
  • Erzähltexte aus verschiedenen Epochen: Erzählperspektive, Zeitgestaltung und Figurenkonzeption sicher benennen und deuten.
  • Lyrik aus verschiedenen Epochen: Metrum, Reim, Strophenform, Bildsprache und Epochenzuordnung, inklusive Vergleich zweier Gedichte.
  • Pragmatische Texte: Textsorte, Inhalt, gedanklicher Aufbau und Argumentationsgang, im Leistungskurs auch komplexe Sachtexte.
  • Kommunikation: Öffentlichkeit und Privatheit, monologische und dialogische Formen, symmetrische und asymmetrische Rollen, im Leistungskurs dazu vernetzte Kommunikation.

5. Inhaltsfeld Medien und Aufgabenarten

Das am häufigsten unterschätzte Feld, dazu die vier Aufgabenarten.

  • Filmische Umsetzung einer Textvorlage: Ausdrücklich verbindlich. Einstellungsgrößen, Kamera, Montage und Ton benennen und mit der Textvorlage vergleichen.
  • Multimodales Erzählen: Figurengestaltung und Handlungsaufbau, wenn Bild, Ton und Text zusammenwirken.
  • Information prüfen: Darbietungsformen, Verbreitungswege und die Prüfung von Geltungsansprüchen, also Quellen- und Medienkritik.
  • Nur Leistungskurs: Autor-Rezipienten-Kommunikation und Medientheorie mit medialen Umbrüchen und ihrer Wirkung.
  • Vier Aufgabenarten trainieren: Analyse literarischer Texte mit weiterführendem Schreibauftrag, Analyse pragmatischer Texte, Erörterung von Sachtexten und materialgestütztes Verfassen.

Quellen

Grundlage sind die Vorgaben zum Zentralabitur 2027 im Fach Deutsch des Ministeriums für Schule und Bildung NRW, die Übersicht zur Dauer der schriftlichen Prüfungen von QUA-LiS NRW und die Rahmentermine für die zentralen Abiturprüfungen 2027 in der BASS. Stand dieser Seite: September 2026. Maßgeblich sind immer die amtlichen Vorgaben.

Zentralabitur 2027 Deutsch, Vorgaben (PDF, Standardsicherung NRW)
Dauer der schriftlichen Prüfungen im Zentralabitur ab 2025 (PDF, QUA-LiS NRW)
Rahmentermine und Fachprüfungstermine Abitur 2027 (BASS 12-65 Nr. 2)

Häufige Fragen zur Themencheckliste Deutsch-Abitur NRW

Nein. Der zerbrochne Krug und Heimsuchung sind verbindlich, aber die Aufgaben können jeden Text aus den vier Inhaltsfeldern verwenden, etwa ein unbekanntes Gedicht oder einen Sachtext.

Ja. Die filmische Umsetzung einer Textvorlage steht ausdrücklich im Inhaltsfeld Medien. Das ist kein Randthema, sondern ein verbindlicher Schwerpunkt.

Kleists längere Fassung des zwölften Auftritts. NRW verlangt beide Fassungen, die gekürzte und die Variant.

Die Pflichtlektüren sind gleich. Im Leistungskurs kommen Sprachskepsis, Spracherwerb und Mehrsprachigkeit, poetologische Konzepte, vernetzte Kommunikation und Medientheorie dazu, plus 60 Minuten mehr Zeit.

Pro Pflichtlektüre etwa fünf bis acht kurze, gut zugeordnete Stellen. Wichtiger als die Menge ist, dass du sie sicher deuten kannst.

Spätestens im Januar 2027. Bei vier Inhaltsfeldern geht es weniger um Auswendiglernen als um systematisches Wiederholen. Die Prüfung ist am 27. April 2027.

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von unserem Team fachlich geprüft.

Über die Autorin des Artikels:

Ich bin Emily, Gründerin von Noten-Booster.
Dass Fleiß allein nicht reicht, wenn die Methode fehlt, habe ich in der Schule selbst erlebt.

In der vierten Klasse bekam ich eine Realschulempfehlung. Meine Eltern glaubten trotzdem an mich und schickten mich aufs Gymnasium. Dort begann ein langer Kampf: In der sechsten und siebten Klasse stand ich mehrmals kurz davor, nicht versetzt zu werden. Ich saß stundenlang über den Büchern, verstand aber nicht, wie man richtig lernt.

Erst als ich aufhörte, bloß auswendig zu pauken, und begann zu verstehen, wie Lernen funktioniert, änderte sich alles. Ich fand meinen Weg, entwickelte eigene Lernstrategien – und schaffte schließlich ein 1er-Abitur.
Nicht, weil ich plötzlich „besser“ war, sondern weil ich gelernt hatte, mit System, Struktur und Selbstvertrauen zu lernen.

Genau deshalb habe ich Noten-Booster gegründet:
Um Schülern zu zeigen, wie man das Lernen lernt – ohne Druck, ohne Angst, mit Freude und Klarheit.
Ich möchte, dass jedes Kind erlebt, wie sich Erfolg anfühlt, wenn Lernen endlich leicht wird.