Biologie-Abitur Bayern 2027: Themencheckliste zum Abhaken

Die hier aufgeführten Themen für das Bio-Abitur 2027 in Bayern (erhöhtes Anforderungsniveau) stammen direkt aus dem LehrplanPLUS für die Profil- und Leistungsstufe des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB). Anders als in anderen Bundesländern ist die Themenstruktur nicht in additive Themenblöcke wie „Biomoleküle“ oder „Angewandte Biologie“ gegliedert, sondern in fachlich breitere „Lernbereiche“ je Jahrgangsstufe.

⚠️ Warum Jgst. 11 hier noch fehlt

Der Fachlehrplan für Jgst. 11 wird laut LehrplanPLUS Bayern aktuell im Zuge der G9-Umstellung überarbeitet und war zum Zeitpunkt dieser Recherche noch nicht in finaler Fassung veröffentlicht. Diese Checkliste bildet deshalb die bereits veröffentlichten Lernbereiche aus Jgst. 12 und 13 (erhöhtes Anforderungsniveau) ab. Sobald der Lehrplan für Jgst. 11 veröffentlicht ist, ergänzen wir die Checkliste.

Termine, Ablauf und das Kolloquium

Wann genau geprüft wird, wie die Prüfung abläuft, welche Hilfsmittel zugelassen sind und wie das Kolloquium organisiert ist, findest du in unserer Übersicht zum Bio-Abitur Bayern 2027.

⬇️ Checkliste als PDF herunterladen

Die komplette Themencheckliste zum Ausdrucken und Abhaken, als PDF. Der Button öffnet das PDF in einem neuen Tab, von dort kannst du es speichern oder direkt ausdrucken.

1️⃣ Jgst. 12 – Genetik und Gentechnik

Speicherung und Realisierung genetischer Information

  • Molekularer Bau von DNA und RNA im Vergleich
  • Genetischer Code, Ableitung von Aminosäure- aus Basensequenzen
  • Proteinbiosynthese bei Eukaryoten (Transkription, Prozessierung, Translation)
  • Alternatives Spleißen
  • Vermehrungszyklus von Viren am Beispiel HI-Virus
  • Natürliche und künstliche Antisense-RNA
  • Wirkung von Antibiotika auf die Proteinbiosynthese bei Prokaryoten
  • Genwirkkette und deren Unterbrechung (Knock-Out-Organismen)

Regulation der Genaktivität

  • Regulation bei Eukaryoten (Transkriptionsfaktoren, Enhancer, Silencer)
  • Epigenetik: DNA-Methylierung, X-Inaktivierung, RNA-Interferenz, Histonmodifikation
  • Embryonale und adulte Stammzellen

Vervielfältigung genetischer Information

  • Semikonservative Replikation im Vergleich zur PCR
  • Zellzyklus (Interphase, Kernteilung) und biologische Bedeutung
  • Apoptose und Tumorbildung

Neukombination und Veränderung genetischer Information

  • Meiose und Bedeutung für geschlechtliche Fortpflanzung
  • Genommutationen (u. a. Trisomie 21), Auswertung von Karyogrammen
  • Genmutationen, Mutagene, Reparaturenzyme
  • CRISPR/Cas-System und Anwendungen der Gentechnik
  • Ethische Aspekte gentechnischer Verfahren

Weitergabe genetischer Information

  • Mono- und dihybrider Erbgang, Kreuzungsexperimente
  • Dominanz, unvollständige Dominanz, Kodominanz
  • Genkopplung und Crossing-over
  • Epigenetische Vererbung, genomische Prägung
  • Mendelsche Regeln

Genetik menschlicher Erkrankungen und DNA-Analytik

  • Erbgänge beim Menschen (autosomal dominant/rezessiv, X-chromosomal)
  • Familienstammbaumanalyse, Heterozygotentest
  • Pränataldiagnostik, Präimplantationsdiagnostik
  • DNA-Analytik: Gelelektrophorese, genetischer Fingerabdruck, DNA-Sequenzierung
  • Ethische Aspekte von Gentests

2️⃣ Jgst. 12 – Evolution

Evolutionsforschung

  • Molekularbiologische Homologien als Evolutionsbelege
  • Erstellung von Stammbäumen/Kladogrammen
  • Evolution des Menschen: Ursprung, Fossilgeschichte
  • Bestimmen, Vergleichen, Systematisieren als Arbeitsweise

Mechanismen der Evolution

  • Erklärungsansätze von Darwin und Lamarck
  • Synthetische Evolutionstheorie: Mutation, Rekombination, Selektion, Gendrift
  • Artbildung durch geographische/ökologische Isolation
  • Koevolution (mutualistisch, antagonistisch)
  • Kulturelle Evolution des Menschen
  • Grenzen und Gefahren menschlicher Eingriffe in Evolutionsprozesse

3️⃣ Jgst. 12 – Verhaltensökologie

  • Adaptiver Wert von Verhalten, direkte/indirekte Fitness
  • Kosten-Nutzen-Analyse, Optimalitätsmodell
  • Kooperation und Altruismus
  • Kommunikation: Sender-Empfänger-Modell
  • Aggression und Aggressionskontrolle
  • Fortpflanzung: Partnerwahl, Paarungssysteme, Elternaufwand
  • Sozialverhalten von Primaten inkl. Mensch

4️⃣ Jgst. 13 – Neuronale Informationsverarbeitung

  • Bau einer Nervenzelle, Biomembran (Flüssig-Mosaik-Modell)
  • Ruhepotenzial und Aktionspotenzial
  • Kontinuierliche und saltatorische Erregungsleitung
  • Erregende und hemmende chemische Synapsen, EPSP/IPSP
  • Synapsen als Angriffsorte für Medikamente und Suchtmittel
  • Depression: Monoamin-Hypothese, Vulnerabilitäts-Stress-Modell
  • Neuronale Plastizität und Lernen
  • Multiple Sklerose und Parkinson als Störungen des Nervensystems
  • Nerven- vs. Hormonsystem am Beispiel Stressreaktion
  • Signaltransduktion an Sinneszellen (Beispiel Auge)

5️⃣ Jgst. 13 – Stoffwechselphysiologie der Zelle

Aufbau energiereicher Stoffe (Assimilation)

  • Photosynthese-Gesamtgleichung als Redoxreaktion
  • Abhängigkeit der Photosyntheserate von Außenfaktoren
  • Photosynthesefarbstoffe, Chromatographie
  • Angepasstheiten der Pflanze an die Photosynthese
  • Tracer-Methode
  • Lichtabhängige Reaktionen, Chemiosmose, ATP/ADP-System
  • Calvin-Zyklus
  • C3- vs. C4-Pflanzen

Umbau von Stoffen

  • Umwandlung von Photosyntheseprodukten in Reserve- und Baustoffe
  • Enzymaktivität in Abhängigkeit von Substratkonzentration, Temperatur, pH-Wert
  • Reversible Hemmung (kompetitiv/nicht-kompetitiv)

Abbau energiereicher Stoffe (Dissimilation)

  • Milchsäure- und alkoholische Gärung
  • Aerober Abbau: Glykolyse, Citratzyklus, Atmungskette
  • Vergleich Photosynthese und Zellatmung
  • Stoff- und Energiebilanz aerober/anaerober Abbau
  • β-Oxidation von Fettsäuren

6️⃣ Jgst. 13 – Ökologie und Biodiversität

Dynamische Prozesse in Ökosystemen

  • Biotop, abiotische Faktoren, Messverfahren
  • Biozönose, Nahrungsnetz, Stoffkreisläufe, Energiefluss
  • Toleranzkurven, ökologische Potenz
  • Ökologische Nische, Konkurrenzvermeidung
  • K- und r-Strategie, Populationswachstum, Lotka-Volterra-Modell

Anthropogene Einflüsse auf Ökosysteme

  • Ökosystemleistungen, anthropogener Treibhauseffekt
  • Kosten-Nutzen-Analyse von Renaturierungsmaßnahmen
  • Ökologischer Fußabdruck

Ökologie der Biosphäre

  • Wechselwirkungen von Biomen, globales Klima
  • Auswirkungen anthropogener Einflüsse (Mikroplastik, invasive Arten)
  • Ethische Bewertung globaler Umweltveränderungen

📚 Quelle

LehrplanPLUS Bayern, Gymnasium, Biologie, Jahrgangsstufen 12 und 13 (erhöhtes Anforderungsniveau), Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB), lehrplanplus.bayern.de

💡 Tipp

Hake ein Thema erst ab, wenn du es nicht nur beschreiben, sondern auch anhand von Material, Diagrammen und Experimenten anwenden kannst. Der bayerische LehrplanPLUS legt besonderen Wert auf Erkenntnisgewinnungs-, Kommunikations- und Bewertungskompetenz, nicht nur auf Fachwissen.

❓ FAQ zur Themencheckliste Bio-Abitur Bayern

Sechs Lernbereiche aus Jgst. 12 und 13: Genetik und Gentechnik, Evolution, Verhaltensökologie, Neuronale Informationsverarbeitung, Stoffwechselphysiologie der Zelle sowie Ökologie und Biodiversität, laut LehrplanPLUS des ISB.

Der Fachlehrplan für Jgst. 11 wird aktuell im Zuge der G9-Umstellung überarbeitet und lag zum Zeitpunkt der Recherche noch nicht final vor.

Bundesweite Ratgeber gliedern oft nach additiven Themenblöcken. Der bayerische LehrplanPLUS gliedert stattdessen nach Lernbereichen mit eigener Stundengewichtung, diese Checkliste folgt bewusst dieser offiziellen Struktur.

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Über die Autorin des Artikels:

Ich bin Emily, Gründerin von Noten-Booster. Diese Checkliste ist aus der täglichen Arbeit mit Abiturientinnen und Abiturienten entstanden. Fast alle starten mit dem Gefühl, den Stoff von zwei Jahren nicht überblicken zu können. Genau das ändert eine saubere Themenliste.

Ich habe selbst erlebt, wie viel sich verändert, wenn man aufhört, planlos zu pauken, und anfängt, mit System zu lernen. Nach einer Realschulempfehlung in der vierten Klasse und mehreren wackligen Jahren am Gymnasium habe ich mir eigene Lernstrategien aufgebaut und am Ende ein 1er-Abitur geschafft.

Deshalb gibt es Noten-Booster: damit Schülerinnen und Schüler lernen, wie Lernen funktioniert. Mit Struktur, Klarheit und ohne Angst vor dem großen Stoffberg.

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von unserem Team fachlich geprüft.