Themencheckliste · Deutsch-Abitur Hamburg

Was musst du für das schriftliche Deutsch-Abitur 2027 in Hamburg wirklich können? Diese Checkliste geht die vier Schwerpunkte, die Pflichtlektüren und alle Aufgabenformate Punkt für Punkt durch.

13. April bis 5. Mai 2027
eA 315, gA 255 Minuten
Vier Schwerpunktthemen

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Die komplette Themencheckliste zum Ausdrucken und Abhaken, als PDF (rund 130 KB). Praktisch für den Ordner, den Schreibtisch oder die Lerngruppe. Der Button öffnet das PDF in einem neuen Tab, von dort kannst du es speichern oder direkt ausdrucken.

1. Erzählte Identität: Dschinns und Mittagsstunde

Erster Schwerpunkt. Verbindlich sind der Roman Dschinns von Fatma Aydemir und der Film Mittagsstunde in der Regie von Lars Jessen.

  • Dschinns, Aufbau: Sechs Perspektiven auf eine Familie, der Tod des Vaters Hüseyin als Ausgangspunkt. Erzählperspektive und Zeitstruktur je Kapitel unterscheiden können.
  • Figuren und Konflikte: Emine, Hüseyin, Sevda, Hakan, Peri und Ümit. Herkunft, Schweigen, Scham und Zugehörigkeit als durchgehende Motive.
  • Mittagsstunde, Stoff: Die Rückkehr Ingwer Feddersens in das nordfriesische Dorf Brinkebüll, Wandel des Dorfes, Generationen und Erinnerung.
  • Filmanalyse können: Einstellungsgrößen, Kameraperspektive, Montage, Licht, Ton und Musik benennen und deuten, nicht nur die Handlung nacherzählen.
  • Vergleich anlegen: Wie erzählen Roman und Film Identität? Unterschiede in Perspektive, Zeitgestaltung und Erinnerung sammeln.

2. Heinrich von Kleist: Der zerbrochne Krug

Zweiter Schwerpunkt. Das Lustspiel von 1811, in Hamburg mit besonderem Gewicht auf Sprachreflexion.

  • Analytisches Drama: Die Tat liegt vor dem Beginn, das Stück deckt sie Schritt für Schritt auf. Den Aufbau der Enthüllung nachvollziehen.
  • Figurenkonstellation: Adam, Walter, Licht, Eve, ihre Mutter Marthe Rull und Ruprecht, mit Rollen, Interessen und Abhängigkeiten.
  • Sprache als Thema: Lügen, Ausweichen, Doppeldeutigkeit. Wie Figuren mit Sprache Wirklichkeit herstellen und verdecken.
  • Komik und Kritik: Wie die Komik entsteht und wie sie die Kritik am Richteramt und an der Autorität trägt.
  • Zitierfähig lernen: Zu Wahrheit, Recht und Selbstbetrug jeweils zwei bis drei Stellen sicher parat haben.

3. Literatur um 1800

Dritter Schwerpunkt. Repräsentative deutschsprachige Texte der Zeit, Schwerpunkt Romantik, mit den geistesgeschichtlichen Hintergründen.

  • Epochen einordnen: Aufklärung, Sturm und Drang, Weimarer Klassik und Romantik mit Kernideen und Zeitbezug unterscheiden.
  • Romantische Motive: Nacht, Traum, Wanderschaft, Sehnsucht, Doppelgänger, beseelte Natur und das Unheimliche.
  • Lyrik analysieren: Metrum, Reim, Strophenform und Bildsprache erkennen und auf die Epoche beziehen.
  • Autoren im Blick: Unter anderem Goethe, Schiller, Novalis, Eichendorff, Tieck und E. T. A. Hoffmann.
  • Gegenwelten verstehen: Warum die Romantik Gegenbilder zur rationalen Ordnung entwirft und wie sich das sprachlich zeigt.

4. Sprache in politisch-gesellschaftlichen Verwendungszusammenhängen

Vierter Schwerpunkt. Sprache und Kommunikation im öffentlichen Raum.

  • Rhetorische Mittel: Figuren erkennen, benennen und vor allem ihre Wirkung begründen.
  • Reden analysieren: Aufbau, Adressatenbezug, Argumentationsgang und Sprachebene einer politischen Rede erfassen.
  • Sprache und Macht: Framing, Euphemismus, Schlagwörter und Feindbilder in öffentlicher Kommunikation erkennen.
  • Medien und Öffentlichkeit: Kommentar, Glosse, Interview und digitale Kommunikation nach Funktion und Sprache unterscheiden.
  • Sprachkritik: Positionen zur Sprachentwicklung kennen und begründet Stellung nehmen.

5. Die Aufgabenformen trainieren

Zu jedem Schwerpunkt gibt es eine Aufgabe. Welche Form verlangt wird, kann wechseln.

  • Interpretation literarischer Texte: Deutungshypothese aufstellen, am Text belegen, sprachliche Gestaltung einbeziehen.
  • Analyse pragmatischer Texte: Aufbau, Argumentation und sprachliche Mittel systematisch untersuchen.
  • Erörterung: Die Position des Textes prüfen und eine eigene, begründete Haltung entwickeln.
  • Materialgestütztes und gestaltendes Schreiben: Aus Materialien einen Essay, eine Rede, einen Brief oder einen Tagebucheintrag verfassen, adressatengerecht.
  • Zeit einteilen: 315 oder 255 Minuten ohne gesonderte Lesezeit. Auswahl, Lesen, Planen, Schreiben und Überarbeiten fest einplanen.

Quellen

Grundlage sind die Regelungen für die zentralen schriftlichen Prüfungsaufgaben im Abitur 2027 der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg sowie die dort veröffentlichten Angaben zum Prüfungszeitraum. Stand dieser Seite: September 2026. Maßgeblich sind immer die amtlichen Vorgaben und der Prüfungsplan deiner Schule.

Abschlussprüfung Abitur 2027 (Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg)
Regelungen für die zentralen schriftlichen Prüfungsaufgaben, Abitur 2027 (A-Heft, PDF)
Deutsch Abiturprüfungen (Bildungsserver Hamburg)

Häufige Fragen zur Themencheckliste Deutsch-Abitur Hamburg

Nein. Beide gehören zum Schwerpunkt Erzählte Identität. Daneben stehen Kleists Der zerbrochne Krug, die Literatur um 1800 und das Sprachthema. In der Prüfung wählst du eine von vier Aufgaben.

Wie auf einen Text: Sequenzen auswählen, Einstellungen beschreiben, Kamera, Montage, Licht und Ton deuten. Reines Nacherzählen der Handlung reicht für eine Filmanalyse nicht.

Ja. Du weißt vorher nicht, welche Aufgabe dir liegt. Erst in der Prüfung siehst du die vier Aufgaben und entscheidest dich für eine.

Die Themen sind dieselben. Auf erhöhtem Niveau werden mehr Tiefe, mehr Fachsprache und mehr Selbstständigkeit beim Deuten erwartet, dazu kommen 60 Minuten mehr Arbeitszeit.

Pro Werk etwa fünf bis acht kurze, gut zugeordnete Stellen. Wichtiger als die Menge ist, dass du sie sicher deuten kannst.

Spätestens im Januar 2027. Die schriftlichen Prüfungen beginnen am 13. April, den genauen Deutschtermin findest du im Prüfungsplan deiner Schule.

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von unserem Team fachlich geprüft.

Über die Autorin des Artikels:

Ich bin Emily, Gründerin von Noten-Booster.
Dass Fleiß allein nicht reicht, wenn die Methode fehlt, habe ich in der Schule selbst erlebt.

In der vierten Klasse bekam ich eine Realschulempfehlung. Meine Eltern glaubten trotzdem an mich und schickten mich aufs Gymnasium. Dort begann ein langer Kampf: In der sechsten und siebten Klasse stand ich mehrmals kurz davor, nicht versetzt zu werden. Ich saß stundenlang über den Büchern, verstand aber nicht, wie man richtig lernt.

Erst als ich aufhörte, bloß auswendig zu pauken, und begann zu verstehen, wie Lernen funktioniert, änderte sich alles. Ich fand meinen Weg, entwickelte eigene Lernstrategien – und schaffte schließlich ein 1er-Abitur.
Nicht, weil ich plötzlich „besser“ war, sondern weil ich gelernt hatte, mit System, Struktur und Selbstvertrauen zu lernen.

Genau deshalb habe ich Noten-Booster gegründet:
Um Schülern zu zeigen, wie man das Lernen lernt – ohne Druck, ohne Angst, mit Freude und Klarheit.
Ich möchte, dass jedes Kind erlebt, wie sich Erfolg anfühlt, wenn Lernen endlich leicht wird.