Die hier aufgeführten Themen für das Bio-Abitur 2027 in Schleswig-Holstein stammen aus den verbindlichen Fachinhalten der Oberstufe in den Fachanforderungen Biologie (Tabelle III 3.1) und sind den vier Inhaltsbereichen zugeordnet, auf die sich die Prüfungsregelungen beziehen: Leben und Energie, Informationsverarbeitung in Lebewesen, Lebewesen in ihrer Umwelt und Vielfalt des Lebens. In den Fachanforderungen selbst sind die Inhalte nach den acht Basiskonzepten und den Ebenen Population, Organismen, Zelle und Molekül geordnet. Die Ebene steht deshalb hinter jedem Punkt. Weil in Schleswig-Holstein alle drei Prüfungsaufgaben bearbeitet werden und keine Auswahl möglich ist, lohnt sich eine gleichmäßige Vorbereitung über alle vier Bereiche.

Termine, Ablauf und Hilfsmittel

Wann genau geprüft wird, wie lange die Prüfung dauert, was das Profilfach-System bedeutet und welche Hilfsmittel erlaubt sind, steht in der Übersicht zum Prüfungsrahmen.

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1️⃣ Leben und Energie

  • Pflanzliche und tierische Zelltypen und Zellorganellen (zelluläre Ebene)
  • Zelldifferenzierung (zelluläre Ebene)
  • Molekulare Struktur von DNA, Proteinen, Lipiden, Phospholipiden und Kohlenhydraten (molekulare Ebene)
  • Struktur der Biomembran als Flüssig-Mosaik-Modell, Membranfluss (molekulare Ebene)
  • Transportmechanismen an Biomembranen (molekulare Ebene)
  • Diffusion und Osmose (zelluläre Ebene)
  • Faktoren und Regelmechanismen der Enzymaktivität (molekulare Ebene)
  • Assimilation als aufbauender und Dissimilation als abbauender Stoffwechselprozess (zelluläre Ebene)
  • Fotosynthese, Licht als Energiequelle (molekulare Ebene)
  • Chemosynthese, chemische Energie als Energiequelle (molekulare Ebene)
  • Glykolyse, Gärung, Citratzyklus und Endoxidation, jeweils vereinfacht (zelluläre Ebene)
  • Aerobe und anaerobe Stoffwechselprozesse, Energiebilanz der ATP-Synthese (molekulare Ebene)
  • NAD+, NADP+ und FAD als Elektronen- und Protonenüberträger (molekulare Ebene)
  • Protonengradient und ATP-Synthase, Reaktionsschema der ATP-Umwandlung (zelluläre und molekulare Ebene)
  • Assimilationsprozesse als Reduktions-, Dissimilationsprozesse als Oxidationsprozesse (molekulare Ebene)

2️⃣ Informationsverarbeitung in Lebewesen

  • Struktur und Funktion von Nervenzellen in Nervensystemen (zelluläre Ebene)
  • Membranpotential und Reizleitung an Nervenzellen (zelluläre Ebene)
  • Funktion von Synapsen (zelluläre Ebene)
  • Wirkungsweise von Drogen (zelluläre Ebene)
  • Homöostase und Regelung der Körpertemperatur (Ebene der Organismen)
  • Steuernde Faktoren der Embryonalentwicklung durch Homöobox-Gene (Ebene der Organismen)
  • Embryonalentwicklung bei Wirbeltieren (Ebene der Organismen)
  • Epigenetische Mechanismen (Ebene der Organismen)
  • Genregulation (zelluläre Ebene)
  • Optische, olfaktorische und akustische Signale im Tier- und Pflanzenreich (Populationsebene)
  • Kommunikation in Sozialverbänden, Aggression (Ebene der Organismen)
  • Mimikry und Mimese (Ebene der Organismen)
  • Formen des Lernens, Bau und Leistungen des menschlichen Gehirns (Ebene der Organismen)

3️⃣ Lebewesen in ihrer Umwelt

  • Biosphäre, Ökosystem, Population und Organismus als Ebenen (Populationsebene)
  • Räumliche Strukturen eines ausgewählten Ökosystems, jahreszeitliche Veränderungen (Populationsebene)
  • Sukzession und Klimax (Populationsebene)
  • Biotische und abiotische Umweltfaktoren als Evolutionsfaktoren (Populationsebene)
  • Physiologische und ökologische Potenz, Fundamental- und Realnische (Populationsebene)
  • Ökologische Nische als multidimensionales Modell (Populationsebene)
  • Konkurrenz sowie intra- und interspezifische Beziehungen (Populationsebene)
  • Produzenten, Konsumenten und Destruenten, Nahrungsnetze und Trophiestufen (Populationsebene)
  • Kohlenstoffkreislauf und Stickstoffkreislauf (Populationsebene)
  • Leitbild Nachhaltigkeit mit Nachhaltigkeitsdreieck (Populationsebene)
  • Naturschutz und Erhalt der Biodiversität (Populationsebene)

4️⃣ Vielfalt des Lebens: Genetik, Reproduktion und Evolution

  • Replikation der DNA (molekulare Ebene)
  • Genetischer Code, Transkription und Translation, Phasen der Proteinbiosynthese (molekulare Ebene)
  • Komponenten der Proteinbiosynthese (zelluläre Ebene)
  • Mutagene, Mutationsarten und Reparaturmechanismen für DNA-Schäden (molekulare Ebene)
  • Polyphänie und Polygenie (Ebene der Organismen)
  • Erbgänge: dominant-rezessiv, intermediär, autosomal und gonosomal (Ebene der Organismen)
  • Epigenetik (Ebene der Organismen)
  • Grundoperationen und Anwendungen der Gentechnik, Rekombination von Allelen durch Gentechnik (Populations- und Organismenebene)
  • Klassische und gentechnische Verfahren der Tier- und Pflanzenzucht (Populationsebene)
  • Zellzyklus, Mitosephasen und Meiosephasen (zelluläre Ebene)
  • Gametenbildung und Zygotenbildung, Rekombination von Allelen durch Meiose (zelluläre Ebene)
  • Intra- und interchromosomale Rekombination, MHC-System (molekulare Ebene)
  • Asexuelle Fortpflanzung, Parasexualität bei Bakterien, Geschlechtsbestimmung (Populations- und Organismenebene)
  • Pränatale Diagnostik, Reproduktionstechniken beim Menschen und Stammzellentherapie (zelluläre Ebene)
  • Stammzellen (zelluläre Ebene)
  • r- und K-Strategen, Paarungssysteme und Partnerfindung (Populationsebene)
  • Sexuelle Selektion, Unterschiede im weiblichen und männlichen Investment, Altruismus (Populationsebene)
  • Reproduktive Fitness, proximate und ultimate Ursachen von Verhalten, Kosten-Nutzen-Analyse von Verhalten (Ebene der Organismen)
  • Evolutionsstabile Strategien (Populationsebene)
  • Genpool, Polymorphismus und Variationsbreite (Populationsebene)
  • Evolutionsfaktoren: Selektion und Selektionstypen, Gendrift, Genfluss, Migration, Isolation (Populations- und Organismenebene)
  • Flaschenhalseffekt (Populationsebene)
  • Artbegriff und seine Problematik, Isolationsmechanismen (Populationsebene)
  • Allopatrische und sympatrische Artbildung, adaptive Radiation (Populationsebene)
  • Koevolution, Stellenäquivalenz und Einnischung (Populationsebene)
  • Homologie und Divergenz, Analogie und Konvergenz (Populationsebene)
  • Stammesgeschichtliche Entwicklung pflanzlicher und tierischer Organsysteme (Ebene der Organismen)
  • Fossilien und Methoden der Altersbestimmung, Entstehung der Erde, Erdzeitalter (Populationsebene)
  • Hypothesen zur Entstehung des Lebens, chemische Evolution (Populations- und molekulare Ebene)
  • Entstehung der Pro- und Eukaryoten, Endosymbiontentheorie, Entstehung der Vielzeller (zelluläre Ebene)
  • Monophyletische und molekulare Stammbäume, DNA-Sequenzvergleiche, molekulare Uhr, Homöobox-Gene (Populations- und molekulare Ebene)
  • Faktoren der Menschwerdung und Stammbaum des Menschen (Populationsebene)
  • Schöpfungsgeschichten wie Kreationismus und Intelligent Design im Vergleich zur Evolutionstheorie (Populationsebene)

📚 Quelle

Fachanforderungen Biologie, Sekundarstufe I und II, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein, Kapitel III 3 „Themen und Inhalte des Unterrichts“, Tabelle III 3.1 mit den verbindlichen Fachinhalten der Oberstufe (Seiten 56 bis 61), sowie die Prüfungsregelungen für das Fach Biologie im Abitur 2027: Fachanforderungen (PDF) und ZAB-Dokumente Schleswig-Holstein.

💡 Tipp

Da alle drei Prüfungsaufgaben gleich viel Zeit beanspruchen und du sie nicht vorab auswählen kannst, bringt es wenig, einzelne Bereiche auszulassen. Nicht vergessen: Die Einführungsphase mit ihrem Schwerpunkt Evolutionsökologie ist die Grundlage für die Qualifikationsphase, ihre Inhalte gelten weiter. Übe zusätzlich mit Aufgaben aus dem Gemeinsamen Abituraufgabenpool der Länder, aus dem die Aufgaben seit dem Abiturjahrgang 2026 stammen.

❓ FAQ zur Themencheckliste Bio-Abitur Schleswig-Holstein

Vier Inhaltsbereiche: Leben und Energie, Informationsverarbeitung in Lebewesen, Lebewesen in ihrer Umwelt sowie Vielfalt des Lebens mit Genetik und Evolution.

Weil du drei unabhängige Aufgaben bearbeitest, statt aus vier Aufgaben drei auszuwählen. Schwächere Themenbereiche lassen sich dadurch nicht umgehen.

Ja. Die Inhaltsbereiche sind gleich, auf erhöhtem Niveau liegen Tiefe, Vernetzung und experimenteller Anteil höher.

Ja. Sie bildet die verbindlichen Fachinhalte der Oberstufe aus Tabelle III 3.1 der Fachanforderungen Biologie ab. Deine Lehrkraft kann einzelne Inhalte zusätzlich vertiefen, verbindlich ist aber diese Liste.

Seit dem Abiturjahrgang 2026 stammen die Aufgaben aus dem Gemeinsamen Abituraufgabenpool der Länder. Aufgaben aus diesem Pool sind deshalb eine gute Übungsgrundlage.

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Über die Autorin des Artikels:

Ich bin Emily, Gründerin von Noten-Booster. In Schleswig-Holstein gibt es keine Aufgabenauswahl in der Prüfung, alle drei Aufgaben werden bearbeitet. Damit entscheidet nicht die Tagesform, sondern die Breite der Vorbereitung. Diese Checkliste ist deshalb entlang der vier offiziellen Inhaltsbereiche sortiert, damit ihr Lücken früh seht statt erst in der Klausur. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie viel sich verändert, wenn planloses Pauken durch System ersetzt wird: Nach einer Realschulempfehlung in der vierten Klasse und einigen wackligen Jahren am Gymnasium habe ich mir eigene Lernstrategien aufgebaut und am Ende ein 1er-Abitur geschafft.

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von unserem Team fachlich geprüft.